Wachstumsinsel

(eine Fortsetzung zu Workshop: Permakultur Grundlagen 2)

Eine temporäre, künstliche Insel zur Anreicherung des mageren Umfeldes. Die Insel soll das Insektenleben ankurbeln, Duft und Farbe verbreiten, die Lebendigkeit verstärken, schön sein.

1 Teppichboden zur Unterdrückung des alles verschlingenden Landreitgrases
2 altes Schafsfell zur Unterdrückung des Landreitgrases und zur Langzeitdüngung von Starkzehrern
3 stabiler Plastikschlauch
4 entfelgte Autoreifen - diese "Gefässe" werden zur Hälfte mit kleingeschnittenem Reisig und in Umsetzung befindlichen Holzstücken, gemischt mit Styroporresten (Pflanzen lieben das!) gefüllt. Die obere Hälfte wird mit mit einer Mischung aus lokalem (sandigem) Aushub und gesiebter Erde vom ehemaligen Holzplatz befüllt. Falls der ph-wert es notwendig macht, also die noch nicht gänzlich reife Erde zu sauer ist wird etwas Brandkalk zugesetzt.

Alle Pflanzen wurden aus Samen im PermakulturVersuchsGarten angezogen oder haben sich dort auf den Wegen selbst ausgesät.

5 Echinacea (Selbstaussat)
6+7 Wiesensalbei und Färberkamille (Anzucht aus Bestand)
8 kirchrote Schafgarbe (muss verpflanzt werden jetziger standort zu dunkel)
9 Muskatellersalbei (Anzucht aus Bestand)
10 Kadendisteln (Selbstaussaat zwischen Pflastersteinen)
11 die drei wertvollen Ackerkrumhälse (kamen als einzige! aus einer Samentüte)

Alle Pflanzen sind sonnensüchtig, haben aber auch einen Nährstoffanspruch der auf dem Gelände so nicht zu erfüllen ist, oder besser nicht flächendeckend bereitzustellen ist.
Durch die Gefässe, besonders durch die Autoreifen entstehen wertvolle neue Randzonen, die für Spontanbesiedlung von Flugsamen geeignet sind.
Nach 2-3 Jahren sollte die Umgebung des Biotops so angereichert sein, dass es nicht mehr gebraucht wird, oder anders genutzt werden kann.