Workshop: Permakultur Grundlagen 1

Thema: Die Beurteilung eines Geländes anhand von Ruderalpflanzen und Zeigerpflanzen

Eine Möglichkeit etwas über den Boden, (die Erde) den man kultivieren will zu erfahren ist die Betrachtung und Bestimmung der dort wild vorkommenden Pflanzen.

Wir wollen auf dem Kindergartengelände die Ruderalpflanzen und die Zeigerpflanzen ansehen, um etwas über den Boden zu erfahren. Wir bestimmen die am häufigsten vorkommenden Pflanzen (Zeigerpflanzen) und recherchieren deren Eigenschaften und Bedürfnisse.

Ruderalvegetation ist die vorwiegend krautige Vegetation stark veränderter und/oder gestörter Wuchsplätze, sofern diese weder land- noch forstwirtschaftlich genutzt werden.

Dazu zählen auch Pflanzen die sich in Spalten und auf wenig begangenen Bürgersteigen in der Stadt ansiedeln. Zeigerpflanzen sind die, die dann bleiben. (das ist eine grob vereinfachte Aussage.)

Bild: Typische Ruderalpflanzengruppe, sie ist mir zwar irgendwie im Weg, aber gerade wegen ihrer Typigkeit habe ich es nicht fertig gebracht sie zu vertreiben. Auch deshalb nicht weil sie komplett aus einer Ritze im allmählich durchlässiger werdenden Beton kommt.

- Eine Birke, ich glaub sie war zuerst da, dann kam letztes Jahr die weisse kriechende Rose dazu, eine einheimische Wildrosensorte, die mit den hübschen kleinen Hagebutten dran - sie kam zusammen mit dem Rainfarn, (auf dem Bild in Juni noch nicht zu erkenn) der sich dieses jahr schon sehr breit macht und dann hat sich noch ganz unbemerkt der Natternkopf dazu gesellt. (ahh, da fällt mir ein das Ganze wurde dadurch beienflusst dass ich an dieser Stelle alten Kalkputz abgekippt hatte.)

Auf dem Gelände wurde vor Jahren schon mal ein Kutivierungsansatz gemacht. Oberflächlich betrachtet ist davon nichts mehr zu sehen. Das Gelände ist mehrfach überformt und der Boden stark verdichtet. Er wird warscheinlich kein einfaches leicht zu deutendes Bild abgeben. jetzt wo ich darüber schreibe merke ich, dass ich schon lange nicht mehr genau hingesehen habe, ich schaue so drüber und denke ohh, ist das arm. Solche Betrachtungen und Gefühle werden einbezogen.

Die als Zeigerpflanzen klassifizierten Pflanzen werden bestimmt, ihre Eigenschaften und Bedürfnisse werden recherchiert. Mit diesen Informationen werden Überlegungen angestellt wie man weitergehen will.
Natürlich kann man heute überall alles machen - das kostet Geld, ist unökologisch wegen der dadurch nötig werdenden Transporte und es macht viel schwere Arbeit. All das wollen wir nicht. Wir gehen davon aus, dass das was gebraucht wird schon da oder zumindest in der Nähe oder als abfall kommt. und höchstens etwas neu zu ordenen ist.

Nachdem wir eine mehrschichtige Bestimmung und Deutung der "Istsituation" gemacht haben, schauen wir , wie die vorhandenen Resourcen so mit den Gegebnenheiten des Kindergartengeländes verbunden werden können, dass sowohl die Bedürfnisse der Pflanzen als auch die Bedürfnisse der Nutzer (Kinder) weitgehend erfüllt werden. Alles soll so gemacht werden, dass wenig Folgearbeiten (Pflegearbeiten) und ein geringer Verbrauch von Hilfsstoffen und Wasser entstehen.

Planung Kindergartengelände

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Kommentare

mir noch eingefallen!

mit den Haufen und Wällen aus Reisig kann man prima mit wenig Arbeit Hochbeete machen. Man muss nur rundrum Grassoden ausstechen und diese Kopfunter auf die Reisighausen legen.

Rote Beeren, hohe Kerzen

Um nach und nach den Ätherzustand zu verbessern sind Bäume und Sträucher mit fidrig leichtem Laub und roten Beeren geeignet. Ich dachte da an Sorbus, idealerweise die essbare, nicht bittre Art von Vogelbeere, Wildrosen, und ganz interessant fände ich Aroniasträucher .
Da diese Pflanzen jetzt nicht zur Verfügung stehen käme je nach Wetterentwicklung nur eine Frühjahrspflanzung in Frage. Auch reichlich Königskerzen und hohe Disteln wie z.B: die Eselsdistel sind geeignete Pflanzen. Und natürlich jede Art von aromatisch duftenden Stauden.