Workshop: Permakultur Grundlagen 2

Thema: Gestalten von Minibiotopen (Wachstumsinseln)

Der feurige Äther hängt auf dem Kindergartengelände zu hoch. Wir hatten das Glück, die bekannte Geomantin ulriwa für die Beurteilung des Geländes zu gewinnen.
Es fehlt unten und oben, erst können die Ideen nicht herunterkommen und dann, wenn schon mal was durchkommt, können sie sich nicht halten.


Foto: Feuerexe, PAK-ART

Nachdem wir uns in Permakultur 1 einen Überblick über das Gelände, seine spezifische Beschaffenheit, Schäden und sonstigen Eigenheiten erarbeitet haben wollen wir heute verschiedene Minibiotope, oder auch Wachstumsinseln anlegen.

Wir schauen die vorhandenen Jungpflanzen und Bäume an, recherchieren ihre Standortbedürfnisse und zeichnen ihren Standort in den Plan den wir in Permakultur 1 erstellt haben ein.

Wir suchen auf dem Gelände nach Materialien, die wir für die Aufbereitung der Pflanzplätze brauchen. Das können Materialien wie Lehm, Erde aus gesiebtem Dreck, zersetztes Holz, Steinschutt, Totholz, Holzhäcksel, Laub und Grasschnitt, Feldsteine oder andere leckere Sachen sein. Es werden nur Materialien benutzt, die im Umkreis von ca. 100m als Abfall, Halbtransformiertes, oder sowieso Daseiendes zu finden sind. Ausnahme: Materialien, die als Abfall oder Recycelmaterial von Firmen auf das Gelände gebracht wurden, wie: Holzhäcksel von Baumschneidern, Steinschutt von Steinmetzen usw. das ist jetzt kein Dogma, vielmehr geht es darum, den Blick zu schärfen für das was ist. Nach meiner Erfahrung funktioniert das nur wenn man grundsätzlich erst mal von "kaufen" absieht.

 

Ulrike bei der Restaurierung eines Kraeuterspiralenmaeuerchens, aus diversen Fundsteinen gestapelt.

 

Erde gewinnen aus Dreck (ist sehr naehrstoffreich muss eventuell abgemagert werden)

 

Erde aus gesiebtem zerfallenem Holz gemischt mit einem Kalkprodukt, ich glaube es war ein übrig gebliebener Kalkputz. Das ist nötig, weil das Holz noch nicht ganz durch ist und im ersten Jahr noch nicht genügend Nährstoffe freigesetzt werden.

 

 

Siehe auch Wachstumsinsel

Kommentare

was konkret gemacht werden kann.

Bäume umpflanzen vom Permakulturversuchsgarten auf das Kindergartengelände. Die Bäume sind schon etwas grösser, es ist erst in diesem Slommer klar geworden, dass der Garten dabei ist sich in einen Wald zu verwandeln.
Und natürlich haben die Bäume sich ausgesät wo sie gerade wollten, was oft nicht so günstig ist, sie stehen teilweise sehr dicht, oder zu schattig, oder sontwas um richtig gut gedeihen zu können.

Schon etwas grössere Bäume sind nicht so einfach zu verpflanzen wie ein Baum aus der Baumschule. Dort wird ein stammnaher Ballen durch verschiedene manipulationen angelegt. Bäume die sich selbst ausgesät haben, treiben entweder eine tiefe Wurzel aus (Tiefwurzler), oder sie breiten ihre Wurzeln über eine grosse Fläche aus (Flachwurzler). In beiden Fällen geht beim Umfplanzen ein grosser Teil der feinen Saugwurzeln verloren.
Durch regelmässiges Bewässern am neuen Standort kann man die Bäume zwar meist erhalten, aber es ist ein Wachstumsstopp von mehreren Jahren zu erwarten.

Baum umpflanzen

Wir haben in Permakultur 2 unser Vorhaben einen Baum umzupflanzen umgesetzt und gleichzeitig davon Abstand genommen weitere Bäume, die grösser als 50cm sind zu verpflanzen. Es ist einfach zu anstrengend und zu riskant. Der Nussbaum den wir verpflanzt haben war ca 2m hoch, also nicht allzu gross. trotzdem musste ein riesen Loch gegraben werden und zwei Spatenstiele sind dabei draufgegangen (sicher wegen unsachgemässer Handhabung). Beim einpflanzen haben wir die Wurzeln im Kreis gelegt. Anders war es nicht möglich. Aussdem musste er wurzelnackt verpflanzt werden weil Bäume , die nicht in der Baumschule angezogen werden, eben - wie ich schon sagte keinen stammnahen Ballen haben und einen Frostballen herzustellen wäre dann doch zu viel Aufwand gewesen.

So wird also im Permakulturversuchsgarten ein kleines Laubmischwäldchen, das aus Laubeintrag entstanden ist sein. Seis
drum- hat ja auch was.

LUST

....ist die Voraussetzung, dass eine freiwillige Arbeit gut gedeihen kann!

Ich habe im Laufe der vergangenen Woche verschiedene Arbeiten vorbereitet und diese können nach Lust und Laune aufgeteilt werden. Das ist nicht einfach, manche Leute haben z.B. die Neigung das zu nehmen was übrig bleibt, aus Pflichtgefühl oder falsch verstandener Verantwortlichkeit. Andere stürzen sich sofort auf die "leckeren Sachen" und lassen keine Raum für die, die etwas länger brauchen.

Auch solche Überlegungen wollen wir in die Arbeit einbeziehen.

Gerät und Werkzeug

...es wird eine zweite Schubkarre gebraucht, damit man Erde vom Holzplatz direkt in eine Schubkarre sieben kann.

Die zwei Edelstahlspaten von fe, bekommen wir (für Bäume auszustechen braucht man einen scharfen spaten.)

3 Töpfe mit den vorgezogenen Muskatellersalbeis (bei steffi)
die Töpfe mit den Disteln, die sich an unpasserder Stelle (auf Wegen) ausgesamt hatten.(noch einen Natternkopf suchen!)

4 Autoreifen ohne Felgen, ( bei mir) und Unterlegmaterial Teppichboden oder mehrere Kartonlagen.

Zeichnung was wo gemacht werden kann? (weiss ich nicht ob das gut ist)

Schön geschafft

Die heute weitergefürhte Arbeit auf dem Gelände des Naturkindergartens ist wunderschön anzuschauen. Nachdem wir die drei neuen Inseln zur natürlichen Ansiedelung vieler Pflanzen fertiggestellt hatten kam zum Abschluss des Tages noch die Umpflantzung eines Walnussbaumes. Ein rundum gelungener Tag der mir viel Freude gebracht hat. Vielen Dank an alle Beteiligten und auf ein zahlreiches Wiedersehen beim nächsten Mal.

Thorsten